§ 1 Geltungsbereich
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB") gelten für alle Verträge, die zwischen der Visionary GbR (nachfolgend „Auftragnehmer") und dem Kunden (nachfolgend „Auftraggeber") über Foto- und Videoaufnahmen, Luftaufnahmen mit Drohnen sowie deren Bearbeitung geschlossen werden.
Abweichende Bedingungen des Auftraggebers werden nicht anerkannt, es sei denn, der Auftragnehmer stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.
§ 2 Vertragsgegenstand
Der Auftragnehmer erbringt Foto-, Video- und Drohnendienstleistungen, insbesondere:
- Hochzeits- und Eventreportagen in Foto und Video
- Imagefilme, Werbespots und Inhalte für soziale Medien
- Immobilien- und Unternehmensaufnahmen
- Luftbild- und Videoaufnahmen mit Drohnen
- Dokumentation von Baustellen und Liegenschaften
- Inspektionsflüge
- Schnitt und Bearbeitung des Materials
Der genaue Leistungsumfang ergibt sich aus dem jeweiligen Angebot bzw. der Auftragsbestätigung.
§ 3 Angebot und Vertragsschluss
Die Darstellung der Dienstleistungen auf der Website stellt kein rechtlich bindendes Angebot, sondern eine Aufforderung zur Abgabe einer Anfrage dar. Ein Vertrag kommt erst durch schriftliche Auftragsbestätigung des Auftragnehmers oder durch Beginn der Leistungserbringung zustande.
§ 4 Widerrufsrecht für Verbraucher
(1) Ist der Auftraggeber Verbraucher im Sinne des § 13 BGB und wird der Vertrag ausschließlich unter Verwendung von Fernkommunikationsmitteln oder außerhalb der Geschäftsräume des Auftragnehmers geschlossen, steht ihm ein Widerrufsrecht nach § 312g Abs. 1 BGB zu.
(2) Die Einzelheiten ergeben sich aus der Widerrufsbelehrung, die dem Auftraggeber vor Vertragsschluss in Textform übermittelt wird. Dort ist auch das Muster-Widerrufsformular abgedruckt.
(3) Wünscht der Auftraggeber, dass der Auftragnehmer mit der Ausführung bereits vor Ablauf der Widerrufsfrist beginnt, hat er dies ausdrücklich zu verlangen. Das Widerrufsrecht erlischt in diesem Fall nach § 356 Abs. 4 BGB mit vollständiger Erbringung der Leistung, sofern der Auftraggeber vor Beginn der Ausführung zusätzlich bestätigt hat, von diesem Erlöschen Kenntnis genommen zu haben.
(4) Gegenüber Auftraggebern, die Unternehmer im Sinne des § 14 BGB sind, besteht kein Widerrufsrecht.
§ 5 Preise und Zahlungsbedingungen
(1) Gegenüber Verbrauchern (§ 13 BGB) sind alle genannten Preise Gesamtpreise in Euro einschließlich der gesetzlichen Umsatzsteuer.
(2) Gegenüber Unternehmern (§ 14 BGB) verstehen sich alle genannten Preise in Euro zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.
(3) Die Zahlung ist, sofern nicht anders vereinbart, innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsstellung ohne Abzug fällig. Bei größeren Projekten kann eine Anzahlung von bis zu 50% des Auftragswertes vereinbart werden.
§ 6 Terminverschiebung und Stornierung
(1) Die Durchführung von Drohnenflügen und Außenaufnahmen ist wetterabhängig. Bei ungünstigen Wetterbedingungen (starker Wind, Regen, Nebel) kann der Auftragnehmer den Flug bzw. die Aufnahmen verschieben. In diesem Fall wird ein Ersatztermin vereinbart; weitere Ansprüche entstehen daraus nicht.
(2) Sagt der Auftraggeber einen vereinbarten Termin ab, ohne dass der Auftragnehmer dies zu vertreten hat, kann der Auftragnehmer, sofern im Vertrag nichts anderes vereinbart ist, folgende Pauschale des vereinbarten Honorars verlangen:
- bis 6 Monate vor dem Termin: keine
- weniger als 6 Monate vor dem Termin: 25 %
- weniger als 3 Monate vor dem Termin: 50 %
- weniger als 4 Wochen vor dem Termin: 80 %
(3) Eine bereits geleistete Anzahlung wird auf die Pauschale angerechnet.
(4) Dem Auftraggeber bleibt der Nachweis gestattet, dass dem Auftragnehmer kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist. Dem Auftragnehmer bleibt der Nachweis eines höheren Schadens gestattet.
(5) Das gesetzliche Widerrufsrecht von Verbrauchern (§ 4) bleibt unberührt.
§ 7 Nutzungsrechte
Der Auftraggeber erhält nach vollständiger Bezahlung das einfache, zeitlich und räumlich unbeschränkte Nutzungsrecht an dem erstellten Bild- und Videomaterial für den im Vertrag vereinbarten Zweck.
Eine Weitergabe an Dritte oder die Nutzung über den vereinbarten Zweck hinaus bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung des Auftragnehmers.
Material, auf dem Personen erkennbar sind, verwendet der Auftragnehmer zu Referenzzwecken (z.B. auf seiner Website oder in sozialen Medien) nur, wenn die gezeigten Personen gesondert und freiwillig eingewilligt haben. Diese Einwilligung ist keine Voraussetzung für den Vertragsschluss und kann jederzeit für die Zukunft widerrufen werden. Material ohne erkennbare Personen darf der Auftragnehmer als Referenz verwenden, sofern der Auftraggeber nicht widerspricht.
§ 8 Übergabe der Aufnahmen über den Kundenbereich
(1) Die Übergabe des fertigen Bild- und Videomaterials erfolgt in der Regel über einen geschützten Kundenbereich auf der Website des Auftragnehmers. Der Auftraggeber erhält hierfür einen persönlichen Zugangscode.
(2) Die Aufnahmen stehen ab dem Versand der Einladung 30 Tage zum Abruf bereit. Nach Ablauf dieser Frist werden sie automatisch und vollständig gelöscht; eine Wiederherstellung ist danach nicht möglich. Der Auftraggeber ist verpflichtet, die Aufnahmen innerhalb dieser Frist herunterzuladen und selbst zu sichern.
(3) Auf Wunsch des Auftraggebers kann die Frist vor ihrem Ablauf verlängert werden. Ein Anspruch hierauf besteht nicht.
(4) Der Kundenbereich dient allein der Übergabe und ersetzt keine Datensicherung. Der Auftragnehmer schuldet keine dauerhafte Archivierung des Materials und ist nicht verpflichtet, nach Ablauf der Frist eine Kopie vorzuhalten.
(5) Der Auftraggeber hat den Zugangscode vertraulich zu behandeln und nicht an unbefugte Dritte weiterzugeben. Besteht der Verdacht, dass der Code Dritten bekannt geworden ist, teilt er dies dem Auftragnehmer unverzüglich mit; der Auftragnehmer kann in diesem Fall einen neuen Code ausgeben.
(6) Der Auftragnehmer bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit des Kundenbereichs, schuldet diese jedoch nicht ununterbrochen. Kurzzeitige Unterbrechungen, etwa durch Wartung oder Störungen beim eingesetzten Hosting-Dienstleister, begründen keinen Anspruch auf Minderung, soweit die Aufnahmen innerhalb der Frist insgesamt abrufbar waren. Ist der Abruf aus Gründen, die der Auftragnehmer zu vertreten hat, über einen erheblichen Zeitraum nicht möglich, verlängert sich die Frist entsprechend.
§ 9 Haftung
(1) Der Auftragnehmer haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie nach dem Produkthaftungsgesetz.
(2) Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Auftragnehmer nur für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten, also solcher Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Auftraggeber regelmäßig vertrauen darf. Die Haftung ist in diesem Fall auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
(3) Der Auftragnehmer verfügt über eine Drohnen-Haftpflichtversicherung gemäß den gesetzlichen Anforderungen.
§ 10 Genehmigungen
Der Auftragnehmer verfügt über die erforderlichen EU-Drohnenführerscheine (A1/A3 und A2) sowie über eine Betriebsgenehmigung für die Kategorie „Speziell" gemäß EU-Verordnung 2019/947.
Für die Einholung von standortbezogenen Genehmigungen (z.B. Grundstückseigentümer, Behörden) ist grundsätzlich der Auftraggeber verantwortlich, sofern nicht anders vereinbart.
§ 11 Schlussbestimmungen
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland. Gerichtsstand ist Ansbach, sofern der Auftraggeber Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.
Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam oder undurchführbar sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen davon unberührt.